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Sehenswürdigkeiten der Stadtgemeinde Velburg

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Habsberg

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Geschichte Gnadenkapelle Wallfahrtskirche

Quellenhinweis: Bilder und Texte stammen aus den Kirchenführern des Wallfahrtsbüros Habsberg und wurden freundlicher Weise kostenlos von den Verlagen Bouillon aus Bayreuth sowie Schnell & Steiner GMBH aus München für diesen Zweck zur Verfügung gestellt.

Wallfahrt Habsberg

Die bi_hab1.jpg (20623 Byte)Wallfahrten zur Gottesmutter Maria, die im ausgehenden Mittelalter aufkamen, erlebten ihren Höhepunkt im
17. und 18. Jahrhundert.
In dieser Zeit entstand auch die Habsberger Wallfahrt.

Die spätbarocke Wallfahrtskirche auf dem Habsberg wurde 1760 - 1769 nach den Plänen des Münchener Hofmaurermeisters Matthäus Gießl hauptsächlich von einheimischen Künstlern gebaut und ausgestattet.

Landschaft und Lage: Die Wallfahrt erhebt sich auf einer weithin sichtbaren Bergeshöhe (619 m ü. NN) in der westlichen Oberpfalz. Dort bestimmt das Landschaftsbild der Bayerisch-Fränkische Jura mit seinen weiten Hochebenen, tiefen Tälern und bewaldeten Bergeshöhen. Auf letzterem entstand während des Mittelalters ein Netz von Burgen des 'Hohen und Niederen Adels'. An die Stelle der Wehrbauten trat in der Barockzeit im Zuge der katholischen Erneuerung eine Kette von Wallfahrtskirchen auf Bergeskuppen. Diese Gotteshäuser sind das Werk einer frommen Bevölkerung und adeliger Grundherren: Im Zentrum liegt, alle überragend, der Habsberg, 621 m ü.NN, mit den beiden Gotteshäusern "Maria, Heil der Kranken" (1680/82,1731/47; 1760/69).

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Ursprung der Wallfahrt:

Die Wallfahrt nahm ihren Ausgang von einem geschichtlich klar erfaßbaren Geschehen. Die Quellen bezeugen einmütig, daß Johann Panzer, Amtspfleger auf der südlich vom Habsberg gelegenen Tillyschen Burg Helfenberg, Pfarrei Lengenfeld, an einem schweren Gichtleiden litt. Er verlor schließlich das Gehvermögen. Von seinem Krankenlager aus blickte er oftmals auf die in seinem Schlafzimmer befindliche Marien-Figur und flehte um Hilfe. Eines Nachts vernahm er eine Stimme, die ihn dreimal aufforderte, auf dem Habsberg eine Kapelle zu errichten. Panzer ließ sich dorthin tragen, um einen Platz dafür zu bestimmen. Noch war er im Zweifel, wer hinter dieser rätselhaften Stimme stehen würde. Er wollte die Kapelle dem Heiligen weihen, dessen Heiligtum einer seiner Knechte von einem hohen Baum aus zuerst erblicke. Der Knecht entdeckte, nach Osten spähend, die damalige Kapelle auf dem Maria-Hilf-Berg bei Amberg. Nun zweifelte der Pfleger nicht mehr, daß die Stimme von dem Marienbild seines Schlafzimmers kam. Er erwarb sich die Kuppe des Berges von dem Bauern Johann Vogel aus Unterwiesenacker und ließ 1680/82 eine Kapelle in der Form eines kleinen Zentralbaues errichten. Die Marienfigur wurde als Gnadenbild dorthin gebracht. Der Pfleger ließ sich als erster Wallfahrer auf den Berg tragen. Er erlangte nach der Überlieferung Heilung von seinem Leiden.

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Die Gnadenkapelle

bi_hab2.jpg (28426 Byte)Vom Ursprung der Wallfahrt berichtet das Stiftervotivbild (0,95x 0,78 m) links vorne im Altarraum aus der Zeit nach 1682. Noch 1906 trug es einen barocken Aufsatz. Die Kartusche mit Inschrift stammt aus unserem Jahrhundert. Das Bild stellt uns die ersten Wallfahrer vor: zur Rechten Johann Panzer, der sich auf zwei Krücken stützt, neben ihm seine besorgte Gemahlin Eleonore. Die drei übrigen Gestalten sind vermutlich engste Familienangehörige: ein Sohn (?) kniend, eine Tochter (?) sich vorbeugend und links eine vornehme Gestalt mit Halskrause. Zahlreiche Votivbilder sind im Chor angebracht. Gute Barockarbeiten stellen die beiden geschnitzten Beichtstühle und die Wangen des Kirchengestühles dar. Der Kreuzweg gehört ebenfalls dem 18. Jahrhundert an. Durch die Neuordnung des Innenraumes ist dieser noch mehr zu dem, was er stets war: Herz der Wallfahrt, Ort des persönlichen Betens und der Werktagsgottesdienste für die Wallfahrt und das Diözesanjugendhaus, geworden.

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Das Gnadenbild "Heil der Kranken"

Es bildet bi_hab3.jpg (29625 Byte)den Kern der Wallfahrt. Die bekrönte Madonna mit Kind neigt sich zum Beter herab, die Rechte segnend erhoben. Auf dem linken Arm trägt sie das Gotteskind, das ebenfalls mit der Rechten segnet und mit der Linken die Weltkugel umfaßt. Ein Kranz von Wolken mit Engeln umschließt das Gnadenbild "Heil der Kranken". Es trug in der Barockzeit, wie heute noch das Gnadenbild von Altötting, ein reiches Brokatgewand, ebenso das Kind, wie Votivbilder und das Hauptfresko der Wallfahrtskirche erweisen.

 

 

 

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Die Wallfahrtskirche

Nachdem 1743 über 20 000 Wallfahrer verzeichnet worden waren, wurde 1760 - 1769 die große Wallfahrtskirche erbaut. Die eindrucksvolle Geschlossenheit des Bauwerkes steht in der Harmonie mit der Landschaft.

bi_hab4.jpg (17193 Byte)Der Bau dieser zweiten und größeren Kirche auf dem Habsberg, zur Unterscheidung von der Gnadenkapelle im folgenden "Wallfahrtskirche" genannt, geht auf die Initiative der Grundherrschaft von Helfenberg zurück. 1744 kamen die oberpfälzischen Güter der Tilly nach dem Aussterben des Geschlechtes an Freiherrn Ignaz von Gumpenberg, 1746 an Georg Sigmund Freiherrn von Hegnenberg-Dux, Feldmarschall und kurfürstlichen Vizestatthalter von Ingolstadt. Sein Wappen mit dem seiner Gemahlin Maria Adelheid am Hochaltar der Wallfahrtskirche verweist auf die entscheidende Rolle, die er beim Bau der zweiten Kirche übernahm. Dabei verband sich mit der Spendefreudigkeit einer frommen und freigebigen Bevölkerung die Entschlußkraft des Generals: "Durch die Dankbarkeit der Wallfahrter seyend für empfangene Gnaden wieder so viele Gaben zusammengekommen, dass nebst der obigen Gnadenkapelle oder kleinen Kirche auch noch ein größeres sehr schönes Gotteshaus erbauet werden konnte."

Grundriss der Wallfahrtskirche

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Der Innenraum

Der Innenraum ist ein Raumrechteck mit Flachtonnenwölbung und bi_hab6.jpg (22875 Byte)eingezeogenem Chor, flach überkuppelt. Der feine Rokokostuck stammt von Jos. Dietmayer aus Wessobrunn. Johann Michael Wild schuf 1764 dei Deckengemälde: Himmelfahrt und Glorie Mariens. Da bis auf wenige Ausnahmen die Altarausstattung auf die Erbauungszeit zurückgeht, ergibt sich ein einheitliches Bild einer Rokokokirche. Durch die Restaurierung 1972 wurde die Farbigkeit und Tönung in hervorragender Weise zurückge- wonnen.

 

 

 

 

 

 

Im Blickpunt des Raumes steht der mächtige Hochaltar.

bi_hab9.jpg (16705 Byte)Im Jahr 1992 schuf der Künstler Blasius Gerg den Volksaltar, Ambo (Pult) und Sedilien (Bestuhlung).
Der Altarr ist Mittelpunkt in der Feier der Heiligen Messen. Über dem Tabernakel sehen wir in den Verzierungen einen Pelikan. Da der Pelikan der Sage nach seine Jungen mit seinem eigenen Blut tränkt, wurde er zum Gleichnis für den gekreuzigten Christus, der uns in der Heiligen Messe seinen Leib und sein Blut schenkt.

 

 

Den weit ausladenden Hochaltar bekrönet, ist Gottvater im Strahlenkranz bi_hab7.jpg (17853 Byte)von kleinen und großen Engeln umgeben.
Mächtig, aber mit gütigem Gesichtsausdruck schaut er herab und seine offene Hand wirkt einladend. Die rechte Hand weist mit Prägnanz auf das Kreuz, das die Welt (Kugel) mit Gott versöhnt.

 

 

 

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Alle Blicke sind auf die Mitte des Hochaltars gerichtet. Maria wird von Gott vor jeder Sünde bewahrt und in den Himmel aufgenommen.

 

 

 

 

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Ausgewählte Deckengemälde

 

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Maria Heimsuchung (Deckengemälde über dem Altarraum)

Maria mit dem Christuskind erstrahlt als Himmelskönigin. (v. Johann Michael Wild aus Amberg)

 

Das Thema der über 300-jährigen Marienwallfahrt zum Habsberg ist im großen Deckenfresko als Gesamtkonzept sinnfältig dargestellt.
Johann Michael Wild aus Amberg hat hier den malerischen Höhepunkt der Wallfahrtskirche geschaffen (1764 - 1768). Hier sind alle menschlichen Sorgen, Ängste, Nöte und Leiden erfaßt und thematisiert.

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Das große Deckenfresko v. Johann Michael Wild aus Amberg

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Darstellung von verschiedenen Heiligen

In ihnen begegnen wir in Bildern und Figuren vorbildlichen Menschen, die wir als Heilige verehren. Wir wollen uns von ihnen ansprechen und ermutigen lassen, Gedanken, Sorgen und Wünsche im Gebet zu eröffnen. Wir schauen dabei Männer und Frauen an, die uns Vorbild sein können und für uns beten. Die Lebensläufe dieser Heiligen sind beeindruckend und erklären, warum sie so prägend in die christliche Kunst eingangen sind.

 

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Hl. Florian

Hl. Elisabeth

Hl. Georg

 

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Hl. Johannes v. Nepomuk Hl. Franz Xaver

Hl. Ottilie

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